Radgenossenschaft der Landstrasse

Die Radgenossenschaft der Landstrasse ist die Dachorganisation der Jenischen und Sinti, die nationale Minderheiten der Schweiz sind. Sie unterstützt die Interessen aller Roma. Die Radgenossenschaft 
wurde 1975 gegründet
 und ist seit 1985 vom Bund
 anerkannt und subventioniert. 

Über uns

Fekker-Chilbi 2016 in Bern

 

feckerkilbi in zuerich

Oben: Fecker-Chilbi in Zuerich. Unten: Fecker-Chilbi in Brienz

feckerkilbi in brienz

 Was die Fecker-Chilbi ist

 

"Fecker" ist ene alte Bezeichnung für Jenische vor allem in der Innerschweiz. Der Ausdruck ist zwar abwertend gemeint, aber wie so oft übernehmen die Minderheiten ironisch, wie andere sie nennen. Darum organisieren die schweizerischen Jenischen zusammen mit den hiesigen Sinti eine "Fecker"-Chilbi.

Heute ist die Feckerchilbi ein Fest der Jenischen mit Sinti und Roma aus allen Teilen der Schweiz und aus anderen Ländern - ein Fest und eine Begegnung mit Gästen aus der Mehrheitsgesellschaft. Es ist ein Anlass mit Unterhaltung und Marktbetrieb. Im Vordergrund stehen die Pflege der jenischen Bräuche: Beisammensein, Musik und Markt, der Wurfstport Bootschnen, essen, trinken, sich austauschen, reden un noch einmal reden, lachen und manchmal fluchen, das Leben geniessen.

Der Ursprung dieses Festes liegt in der einstigen Republik Gersau um Vierwaldstättersee. Dort ist die Feckerchilbi seit 1722 bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts dokumentiert. Gersau war mit seinen rund 150 Häusern ein eigener souveräner Freistaat, hatte aber dank seiner Winzigkeit das beneidenswürdige Los, in den politischen Stürmen der Welt übersehen und vergessen zu werden, wie San Marino inmitten Italiens oder der Freistaat Andorra. 1982 wurde die Tradition wieder aufgenommen und eine neue Feckerchilbi in Gersau veranstaltet. Seither findet die Feckerchilbi in unregelmässigen Abständen an wechselnden Orten statt. Dieses Jahr in Bern, weil Bern die Hauptstadt der Schweiz ist und damit auch die Hauptstadt für die Schweizer Jenischen und Sinti.

 

Was wir von den Indianern lernen

 Indianer in Washington 2004.

Nach den grossen Kriegen gegen die Weissen am Ende des 19. Jahrhunderts waren die meisten Indigenen in den USA und in Kanada am Boden. Sie waren oft rechtlos sogar in den eigenen Stammesgebieten, lebten oft in Reservaten, manche waren deportiert. Alkoholismus, Krankheiten und soziale Not waren verbreitet Mehr...

Radgenossenschaft
der Landstrasse
Hermetschloostrasse 73
8048 Zürich

Telefon: 044 432 54 44
Telefax: 044 432 54 87

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Hintergrund.

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