Protokoll der ordentlichen Generalversammlung der Radgenossenschaft der Landstrasse vom 16. April 2005

Begrüssung | Wahl der Stimmenzähler | Protokoll der ordentlichen Generalversammlung 2004 | Jahresbericht des Präsidenten | Kassabericht | Bericht der Revisionsstelle | Verabschiedung der Jahresrechnung 2004 | Statutenänderung | Wahl der Verwaltungsräte | Jahresprogramm 2005 | Budget 2005 | Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» | Zusammenarbeit mit anderen Organisationen | Verschiedenes

Beginn der Sitzung: 10.15 h

1. Begrüssung

Robert Huber: Ich begrüsse alle Anwesenden und danke, dass ihr den Weg hierher gefunden habt. Insbesondere begrüsse ich Herrn Dr. Paul Fink vom Bundesamt für Kultur, Herrn Dr. Urs Glaus, Geschäftsführer der Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende», Herrn Claudio Candinas vom Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartement Graubünden und Mitglied im Stiftungsrat, Herrn Dr. Thomas Huonker, Historiker, Herrn Patrick Vogt als Vertreter der evang. Zigeunermission und Frau Maria Mehr vom fahrenden Zigeunerkulturzentrum sowie Herrn Kemal Sadulov vom Verein Romano Dialog.
Als Ehrenmitglieder begrüsse ich unseren Gast aus Österreich Herrn Romed Mungenast, der in Österreich den Ehrenprofessor erhalten hat und ich bitte um einen Applaus. Weiter begrüsse ich die Ehrenmitglieder Frau Lisbeth Krähenbühl, Frau Katharina Wyss, und die Herren Edouard Bittel und Robert Huber jun.
Ich danke an dieser Stelle allen Verwaltungsräten für die geleistete Arbeit im letzten Jahr. Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass ich immer am Montag für Sprechstunden auf Anmeldung im Büro bin und bei Problemen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der ganzen Schweiz umherreisen kann.

Zum Anfang. 2. Wahl der Stimmenzähler

Als Stimmenzähler werden die Herren Angelo Graf und Max Moser gewählt.

Zum Anfang. 3. Protokoll der ordentlichen Generalversammlung 2004

Das Protokoll der ordentlichen Generalversammlung 2004 wird ohne Einwände genehmigt.

Zum Anfang. 4. Jahresbericht des Präsidenten

Robert Huber: Der Jahresbericht 2004 und das Jahresprogramm 2005 liegt auf dem Tisch vorne auf und ist auch im Scharotl erschienen. Daher möchte ich nur einen kurzen Abriss wiedergeben.
In diesen Jahr sind in Kaiseraugst und in Basel neue Plätze realisiert worden, in St.Gallen ist eine Arbeitsgruppe mit der Schaffung von neuen Plätzen betraut. Jeder unserer Verwaltungsräte hat einen oder mehrere Kantone unter sich und ist Ansprechpartner für Frage in diesen Kantonen.

Zum Anfang. 5. a) Kassabericht

Marlis Eugster verliest den Kassabericht 2004.

Zum Anfang. 5. b) Bericht der Revisionsstelle

Christina Schmid verliest den Bericht der Revisionsstelle.

Zum Anfang. 5. c) Verabschiedung der Jahresrechnung 2004

Die Jahresrechnung wird ohne Einwände genehmigt.

Zum Anfang. 6 a) Statutenänderung

Robert Huber: Art. 7der Statuten wird vorgeschlagen wie folgt zu ergänzen:

Als Verwaltungsrat zur Verfügung stellen darf sich, wer seit mindestens zwei Jahren Mitglied der Radgenossenschaft ist. Neue Verwaltungsräte werden zwei Jahre provisorisch aufgenommen, bevor sie im Handelsregister eingetragen werden.

Als Mitglied der Geschäftsleitung zur Verfügung stellen darf sich, wer seit mindestens zwei Jahren Mitglied des Verwaltungsrates ist.

Robert Huber: Grund für diese Änderung ist folgende: Es ist in der letzten Zeit immer wieder vorgekommen, dass neu gewählte Verwaltungsräte nach relativ kurzer Zeit bereits ihren Rücktritt gegeben haben. Mit den jeweiligen Einträgen ins Handelsregister entstehen uns jedesmal Kosten, welche man auf diese Weise verhindern kann.

Abstimmung: Die Änderung der Statuten wird einstimmig angenommen

Zum Anfang. 6. Wahl der Verwaltungsräte

Robert Huber: René Amsler hat Anfang Januar seinen Rücktritt bekannt gegeben, da er aufgrund des Projektes zur Sprachförderung massiv attackiert wurde. Ich danke an dieser Stelle nochmals allen Verwaltungsräten, die auch in schwierigen Situationen zu uns gehalten haben.

Zur Wiederwahl stehen:

Benjamin Huber wiedergewählt
Johann Moser wiedergewählt
Bruno Huber wiedergewählt
Pascal Gottier wiedergewählt
Georges Mülhauser wiedergewählt

Zur Neuwahl stellen sich zur Verfügung:

Sascha Huber gewählt
Marco Waser gewählt

Robert Huber: Ich möchte jetzt noch kurz unsere heutigen Musiker vorstellen, die Kappelle 99, beide nicht ganz 100. Ich bitte sie, kurz ein Stück zu spielen, bevor wir weiterfahren.

Robert Huber bittet die beiden neuen Verwaltungsräte nach vorne und bittet sie, kurz Ihre Motivation zur Verwaltungsrats-Kandidatur darzulegen.

Marco Waser: Damit ich etwas bewirken kann.

Sascha Huber: Damit ich dem jenischen Volk helfen kann, dass wir eine eine Zukunft haben.

Robert Huber dankt den beiden und hofft auf eine gute Zusammenarbeit.

Zum Anfang. 7. Jahresprogramm 2005

Robert Huber: Ich bitte diejenigen, die das Jahresprogramm noch nicht gelesen haben, dies jetzt nachzuholen anhand der aufgelegten Exemplare. Dazwischen bitte ich die Musik, noch ein, zwei Stücke zu spielen.

Zum Jahresprogramm 2005 gibt es keine Fragen oder Einwände, deshalb fährt Robert Huber fort mit dem nächsten Traktandum.

Musikerin.

Zum Anfang. 8. Budget 2005

Robert Huber bittet Frau Marlis Eugster, das Budget 2005 vorzulesen.

Marlis Eugster verliest das Budget 2005.

Zum Anfang. 9. Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende»

Robert Huber: Ich möchte an dieser Stelle allen Stiftungsratsmitgliedern meinen Dank aussprechen und hoffe, dass wir auch im laufenden Jahr weiter gut zusammen arbeiten können. Im Fall Spreitenbach hat Herr Dr. Glaus die Sache in die Hand genommen und es muss jetzt aber ein unabhängiger Anwalt gesucht werden, damit keine Interessenskonflikte entstehen. Ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen enttäuscht, dass heute niemand der betroffenen Familien anwesend ist. Ich hoffe wie gesagt, dass ich Ende dieses Jahres Erfreuliches berichten kann.

Urs Glaus: Ich bedanke mich sehr für die wohlwollende Begrüssung der Stiftung, das ist auch ein Spiegel unserer Zusammenarbeit, die auch ich als sehr positiv erachte.
An der Generalversammlung im Jahr 2001 hatte ich den Eindruck, dass die Meinung vorherrscht, dass mit einem Gutachten noch kein Platz geschaffen wird. Dazu muss ich jetzt sagen, dass man mit diesem Gutachten ein gutes Druckmittel hat. Zum Beispiel im Kanton St.Gallen ist wie vorgängig bereits erwähnt eine Arbeitsgruppe damit beauftragt, neue Plätze zu schaffen. Das wäre ohne dieses Gutachten schlicht unmöglich gewesen.
Zum Thema Schule und Buech: da sind Probleme entstanden und wenn keine Lösung gefunden worden wäre, hätte das negative Auswirkungen auf alle Fahrenden. Daniel Huber hat dann in Bern so wehement auf die Anliegen beider Seiten aufmerksam gemacht, dass inzwischen eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden werden konnte.
Zum Bericht des Bundesrates an das Parlament: dieser müsste bereits fertig sein, nach meinen Informationen sollte er aber Ende dieses Qauartals vorliegen. Die Stiftung wird sich damit sehr intensiv befassen, denn das ist eine sehr gute Möglichkeit, die Anliegen der Fahrenden anzubringen.
Zum Schluss möchte ich ganz herzlich danken für die gute Zusammenarbeit, es ist nicht selbstverständlich, dass zwischen Fahrenden und Sesshaften ein so freundschaftlicher Umgang herrscht.

Zum Anfang. 10. Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

Robert Huber gibt das Wort an Patrick Vogt.

Patrick Vogt: Ich möchte May Bittel entschuldigen und auch in seinem Namen danken für die gute Zusammenarbeit, wir werden auch am Jubiläumsfest mit einer Delegation anwesend sein.
Ich möchte euch nun darüber informieren, dass Ende letztes Jahr offiziell ein Forum für Roma und Fahrende in Strassburg gegründet wurde. Dieses Forum kann zwar keine Entscheide fällen, arbeitet aber zusammen mit dem Europarat. Das Forum besteht vor allem aus Vertretern von sesshaften Roma-Organisationen und es war sehr schwierig, die Fahrenden da hinein zu bringen. May Bittel hat sich dafür eingesetzt, dass der Name auf "Roma und Fahrende" angepasst wurde, denn es ist wichtig, dass wir da vertreten sind. Für die Schweiz ist die Radgenossenschaft die Dachorganisation, diese muss nun einen Vertreter und einen Stellvertreter in diesen Forum haben, das ist eine gute Möglichkeit und Gelegenheit, unsere Anliegen anzubringen.

Robert Huber dankt Patrick Vogt und bittet Maria Mehr nach vorne. Er weist Frau Mehr darauf hin, dass für finanzielle Fragen Josef Graf zuständig ist.

Maria Mehr: Unsere nächsten Plätze, die wir bereisen sind Winterthur, Spreitenbach, Basel und Zürich. Ein Platz kostet Fr. 15.-- pro Tag inklusive Licht und Wasser. Ich würde mich freuen, wenn auch ein paar von euch mit uns reisen könnten. Ich danke für die Aufmerksamkeit.

Robert Huber bittet Herrn Hitz von der Kulturforschung Graubünden nach vorne.

Herr Hitz: Das Projekt, das wir bearbeiten, ist ein Teilprojekt des NFP 51 "Integration und Ausschluss". Bisher erhielten wir unsere Informationen vor allem aufgrund der Akten, diese vertreten aber nur die Sichtweise der Behörden und der Macht. Als Gegensicht möchten wir nun Interviews mit Betroffenen führen, welche Kontakte hatten mit Behörden im Kanton Graubünden.

Robert Huber: Wenn es von unserer Seite Leute gibt, die an diesem Projekt mitarbeiten möchten, können sie sich im Sekretariat der Radgenossenschaft melden. Wir werden zu gegebener Zeit auch über das NFP 51 im- Scharotl berichten. Ich hoffe, dass viele mitmachen werden. Ich gebe nun das Wort an Herrn Dr. Thomas Huonker.

Thomas Huonker: Auch ich bin beteiligt an einem Teilprojekt des NFP 51, wir führen zahlreiche Interviews. Venanz Nobel und Samuel Hegnauer sind meine Mitarbeiter. Aber auch schriftliche Sichtweisen der Betroffenen werden dem gegenüber gestellt, was in den Akten steht. 
Auch bin ich als wissenschaftlicher Begleiter in der Radgenossenschaft beschäftigt und sichte die Akten. Es ist bemerkenswert, dass bereits vor 30 Jahren davon geredet wurde, dass Plätze geschaffen werden sollten.

Robert Huber gibt nun Romed Mungenast das Wort.

Romed Mungenast: Die Situation ist für mich sehr schwierig, denn nachdem wir den Österreichischen Kulturverbund im Jahr 2001 gegründet haben, gab es diverse Differenzen bis es soweit kam, dass ich vor einem Jahr aus dem Verein geekelt wurde. Es war im Internet zu lesen, dass Alois Lucke den Verein nun gesäubert hat. Ich kann nur sagen, dass der Verein in der Öffentlichkeit nicht präsent ist. In den letzten zwei Jahren bin ich mit Anfragen für öffentliche Vorträge überhäuft worden. Seit ich den Professorentitel erhalten habe noch viele mehr.
Ich bin stolz, dass die Radgenossenschaft mich zum Ehrenmitglied ernannt hat. Nach meiner ersten Operation wurde ich von Vertretern der Radgenossenschaft besucht und das war ein ganz tiefes Zeichen einer Freundschaft. Es gibt noch sehr viel zu tun, an Schulen und Universitäten, und solange ich gesundheitlich kann, werde ich für die Jenischen weiterarbeiten. Meinen Dank auch an Thomas Huonker, dass auch er dabei war, mich für den Ehrenprofessor vorzuschlagen.
In Österreich gibt es einen Versöhnungsfonds für in KZ internierte Jenische. Es werden ein paar Leute etwas bekommen, das hat grosse Unterstützung des Sinti-Vereins in Linz gehabt und das ist für mich ein schönes Zeichen der Solidarität.
So wie ich kann, werde ich auch nächstes Jahr wiederkommen.

Robert Huber: Ich möchte unserem Freund Romed herzlich danken für sein Engagement. Dann möchte ich euch Herrn Kemal Sadulov vorstellen vom Verein Romano Dialog.

Kemal Sadulov: Unser Verein macht z.B. eine Sendung bei LoRa in Zürich, wir sind interessiert an einem solidarischen Umgang mit Jenischen und Sinti. Wir suchen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im kulturellen Bereich. Es gibt ca. 30'000 Roma in der Schweiz, fast alle sind sesshaft, daher haben wir natürlich auch verschiedene Anliegen, eine kulturelle Zusammenarbeit könnte aber sehr bereichernd sein.

Robert Huber: Ich möchte euch nun anfragen, ob von eurer Seite ein Interesse besteht, dass eine Sendung für Jenische im Radio gemacht würde.

Alle sind einverstanden.

Zum Anfang. 11. Verschiedenes

Josef Graf: Wir waren an Ostern in Wigrazbad (D), einem Wallfahrtsort und der dortige Bischof lud uns ein, einmal im Jahr eine Wallfahrt dorthin zu machen. Es hat Platz für ca. 500 Wagen. Wir müssten aber darauf zählen können, dass auch Jenische dorthin gehen, wenn man so etwas organisiert. Interessierte können sich bei der Radgenossenschaft melden.

Daniel Huber: Hier noch ein paar Informationen zu unserem Jubiläumsfest: Wir haben es geschafft, dass wir einen Platz bekommen haben. Es hat Platz für ca. 120 Wagen, kosten tut er nichts, wir müssen einfach pro Wagen eine Abfallgebühr erheben. Das Fest findet statt vom 7. bis am 18. Juli. Am 9. Juli ist offizieller Festakt (Anmerkung der Red.: Das Fest musste leider abgesagt werden.) Dann hat Frau Wälti noch etwas vorbereitet.

Brigitte Wälti überreicht Robert Huber einen Blumenstrauss und gratuliert ihm zu seinen 20-jährigen Jubiläum als Präsident der Radgenossenschaft.

Robert Huber: Ich werde nach Ablauf der drei Jahre definitiv zurücktreten. Wenn wir weitermachen, werden uns alle ernst nehmen müssen, man kann nicht über eine Minderheit reden, ohne dass diese mit einbezogen wird. Ich möchte nun euch selber das Wort geben und vielleicht Claude Birchler nach vorne bitten.

Claude Birchler: Es ist leider so, dass auf vielen Plätzen Wagen abgestellt werden und diejenigen, die auf der Reise sind, keinen Platz mehr haben. Das ist ein grosses Problem.

Robert Huber: Ich bitte euch, nehmt Rücksicht aufeinander, damit alle Platz haben. Auch in Knonau müssen wir eine Alternative finden.

Thomas Moser: Ich möchte ein paar Worte sagen zu Bern. Wir hatten ein paar Probleme und konnten diese aber auch mit Hilfe von Daniel Huber lösen. Wenn wir aufeinander zugehen, können wir unsere Probleme lösen ohne die Hilfe von Aussenstehenden. Wenn wir schon zu wenige Plätze haben, kann man nicht auch noch auf den vorhandenen Plätzen wagen abstellen.

Robert Huber: Herr Gisler von der Baudirektion Zug hat mit zugesagt, dass es in Knonau ein Provisorium geben wird.
Zum Platz Eichrain: Momentan ist noch immer nichts entschieden, der Platz sollte ungefähr im Spätherbst eröffnet werden, falls er realisiert wird. Ich erinnere mich, als der jetzige Platz als Provisorium geschaffen wurde und dann definitiv wurde. Falls der Umzugstermin auf den Winter fallen würde, müssen wir einen Aufschub verlangen. Ich habe keine Bedenken, dass wir da ein Problem bekommen. Ich wünsche allen, dass der Platz euch ein gutes Zuhause wird und dass es keine Sesshaftmachung zur Folge hat.
Noch kurz zum Thema Schuldispens: Wie bereits mehrfach erwähnt, können für Sesshafte keine Gesuche unterstützt werden.
Zu Plätzen allgemein: viele Jenische wären bereit, einen Platz privat zu kaufen. Ich appelliere hier auch an die Stiftung, dass Jenische in solchen Vorhaben unterstützt werden. Das Anliegen ist klar da. Ich persönlich bin auch kein Befürworter von grossen Plätzen. Wir sind ja Gewerbetreibende, eigentlich müssten wir uns auch in der Gewerbezone niederlassen dürfen.
Ich gebe das Wort nun an Herrn Candinas.

Claudio Candinas: Ich freue mich ganz besonders, dass es Robert Huber wieder so gut geht.
Die Platzsituation ist aus der Sicht des Kantons Graubünden zufriedenstellend. Es gibt immer Optimierungsmöglichkeiten. Probleme gibt es leider mit ausländischen Fahrenden, wir sind der einzige Kanton der einen Platz hat für ausländische Fahrende und das Problem ist, dass er nicht immer sauber zurückgelassen wird.
Die Notwendigkeit zur Schaffung von neuen Plätzen ist klar. Guter Wille allein nützt aber nichts. Ich bin auch Mitglied des Stiftungsrates und hoffe, dass der Bericht des Bundes Impulse enthält, die uns weiterhelfen werden. Wir werden diesen Bericht genau untersuchen und die Aufmerksamkeit des Parlamentes auf uns bringen.

Robert Huber: Zu ausländischen Fahrenden: Man muss den Leuten auf diesen Plätzen klar sagen: so geht es nicht. Es ist gut, wenn Plätze geschaffen werden, aber der Spontanhalt muss gewährleistet sein. Sonst droht uns eine Ghettoisierung. Versucht deshalb so oft wie möglich, Private zu überzeugen, das funktioniert in der Regel sehr gut. Wenn man den Platz anständig verlässt, kann man auch wiederkommen.

Robert Huber jun.: Ich habe eine Frage an Herrn Candinas vom Kanton Graubünden: Wir hatten Probleme, weil wir unsere Jagdwaffen in unseren Wohnwagen hatten. Laut Gesetz darf ich aber meine Waffe in meinem Zuhause haben. Meine Frage ist nun, was muss ich tun, damit ich mich nicht strafbar mache?

Claudio Candinas: Man muss dazu den Sachverhalt genau abklären, das ist nicht in meinem Bereich, ich werde dem aber nachgehen

Bruno Huber: Wir können im Kanton St.Gallen einen Erfolg erreichen. In den Jahren 2007 bis 2008 werden Plätze realisiert werden, ich danke auch Herrn Dr. Glaus, der sich dafür eingesetzt hat

Robert Huber: In Allmendingen gibt es momentan Probleme, das ist eine spezielle Situation. Es geht nicht, dass sich zwölf Gemeinden zusammenschliessen, einen Platz schaffen und dieser dann von grossen Gruppen von ausländischen Fahrenden besetzt wird. Wir werden in diesen besonderen Fällen intervenieren. Sonst sind diese Plätze für uns plötzlich nicht mehr zugänglich.

Iris Graf: Ich habe eine Bemerkung zu dem Vertreter der Roma. Es ist so, dass die Roma uns sehr oft die wenigen Plätze verdrecken, die wir haben.

Kemal Sadulov: Ich bin bereit zu vermitteln, aber wenn ich keine Kenntnis habe kann ich das nicht.

Iris Graf: Kann ich also wenn wir wieder Probleme haben zu ihnen kommen?

Kemal Sadulov: Nein, das reicht nicht. Wir haben diese Möglichkeit nicht. Damit das möglich ist, braucht es eine gute Zusammenarbeit. Auch mit der Stiftung.

Iris Graf: Das wäre bitter nötig, dass man da Lösungen findet.

Robert Huber: Der Verein von Kemal Sadulov betrifft vor allem sesshafte Roma. Wir müssen eine Möglichkeit finden, mit den Fahrenden Roma in Kontakt zu treten. Wir sind bereit, mit euch Kontakt aufzunehmen in der Problematik fahrende Roma.

Claude Birchler: Letzte Woche war ich auf der Reise und alle Plätze die ich anfahren wollte, waren teils durch abgestellte Wagen besetzt.

Robert Huber: Ich werde in den betreffenden Gemeinden intervenieren.
Abschliessend möchte ich darauf hinweisen, dass im gegenseitigen Dialog am meisten erreicht werden kann und kreide auch den Vereinen «Schinagel» und «schäft qwant» ihre glänzende Abwesenheit etwas an.

Robert Huber bedankt sich bei allen Anwesenden für die Aufmerksamkeit und wünscht guten Appetit und ein schönes Zusammensein.

Ende der Generalversammlung: 12.15 h

Der Präsident: Robert Huber

Die Protokollführerin: Brigitte WältiZum Anfang.