Radgenossenschaft der Landstrasse

Die Radgenossenschaft der Landstrasse ist die Dachorganisation der Jenischen und Sinti, die nationale Minderheiten der Schweiz sind. Sie unterstützt die Interessen aller Roma. Die Radgenossenschaft 
wurde 1975 gegründet
 und ist seit 1985 vom Bund
 anerkannt und subventioniert. 

Über uns

 

Full House im Dokuzentrum der Radgenossenschaft

Am Donnerstag, 5. Oktober, besuchte uns eine Schulklasse des Gymnasiums Oerlikon, die sich in einer Fachwoche mit Geschichte und Gegenwart der Jenischen, Sinti und Roma beschäftigte. Der Präsident Daniel Huber nahm sich die Zeit, sie persönlich durch unser Dokuzentrum zu führen und ihre Fragen zu beantworten. Das Bild zeigt die Schülerinnen der Klasse F6GP in bester Stimmung, neben Daniel Huber der Lehrer Christoph Stätzler. Immer wieder besuchen uns auch Schülerinnen und Schüler einzeln oder in kleineren Gruppen, die unsere Minderheiten als Thema für eine Facharbeit gewählt haben. Wir empfangen sie gern. 

schulbesuch gymi Oerlikon

 

 

 Rania: Fröhlicher jenischer Sommermarkt 2017

Auf dem Stand-, Durchgangs- und Campingplatz Rania in der Gemeinde Zillis fand Ende Juli 2017 der erste jenische Sommermarkt statt,  mit Antiquitäten, Textilien, Kleinwaren, Schleifservice, Musik und allerlei. Die Stimmung war gut, der Besuch nicht schlecht, einige Händler haben recht verdient, alle sind zufrieden.

Zwei Bilder von Jenischen, die spontan das Handörgeli hervornahmen (auch zur Freude des Hundes)

scharotl rania spiel 

 

 

Die Hochzeit des Jahres

Unser Verwaltungsrat Charles "Nurso" Ostertag hat seine Marianne geheiratet.

 

Nach der Trauung im Zivilstandsamt Zillis; auch der Fotograf Adrian Moser ist begeistert.

 

Die Jenischen an der Uni Basel

Im September 2017 stand unsere Wanderausstellung in der Haupthalle der Universität Basel, wo sie viel beachtet wurde.

scharotl wanderausstellung basel 3

 

Historischer jenischer Wagen

Die Radgenossenschaft hat für ihr Dokumentationszentrum und Museum einen historischen jenischen Wohnwagen erwerben können. Es ist ein einmaliges Objekt, wie es in der Schweiz wohl kein zweites gibt. In bestem Zustand übrigens, dies auch im Innern. Wir haben ihn auf unserem Stand-, Durchgangs- und Campingplatz Rania stationiert, wo er ein wunderbarer Blickfang sein wird. Die Rania wird damit noch mehr ein Daheim für Jenische und Sinti und ein interessanter Ort für Touristen. Der Kauf wurde getätigt durch die Radgenossenschaft und durch die Unterstützung aus den Kulturfonds mehrerer Kantone. Siehe Sponsorliste. Wir danken dafür.

Sponsorliste (PDF)

 

historischer wohnwagen rania mittel

 

historischer wohnwagen innen mittel

 

Die jenische Geschichte vor der Holocaust-Kommission

Eindrücke von der Sitzung mit dem „Komitee über den Völkermord an den Roma“ (und Sinti und Jenischen) am 27. Juni  2017 in Genf. Die Bilder zeigen einige Mitglieder der Delegation der Jenischen. Sowie den Präsidenten der Radgenossenschaft Daniel Huber zusammen mit Herbert Winter, Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes. Das Komitee wollte sich vor allem über die Kindswegnahmen durch die Pro Juventute, informieren. Es ist Teil der internationalen Allianz zur Erinnerung an den Holocaust (International Holocaust Remembrance Alliance  IHRA).

genf holocaust teilnehmende

 genf holocaust herbert winter

 

 

Internationale jenische Kulturtage in Singen am Hohentwiel

Es war ein toller Anlass - die Jenischen aus Singen haben vom vom 5. bis zum 8. Mai 2017 drei Tage das Stadthaus in Beschlag genommen samt zugehörendem Stadthausplatz und da internationale Kulturtage organisiert. Ziele waren: Schaffung eines Kulturzentrums der Jenischen und Reisenden in Singen, sowie Integrierung und Anerkennung der Jenischen in Deutschland.

singen frauen auf wagen

 

 

 singen maenner auf wagen

singen gruppe gross

Veranstalter und hohe Gäste. Von rechts nach links: Alexander Flügler (Jenischer Initiant, Singen), Daniel Huber (Präsident Radgenossenschaft), Bernd Häusler (Oberbürgermeister von Singen), Fiona Wigger (Bundesamt für Kultur, Schweiz), Willi Wottreng (Geschäftsführer Radgenossenschaft)

 

Eine starke Generalversammlung

Die Generalversammlung der Radgenossenschaft 2017 markierte die Stärke einer traditionsreichen Organisation. Eröffnet wurde sie vom Präsidenten durch eine Schweigeminute und ein jenisches Gebet zum Gedenken an den langjährigen Präsidenten Robert Huber und an alle unsere Verstorbenen

Die Versammlung wählte neu in den Verwaltungsrat: Charles „Nurso“ Ostertag, der sich vor allem der Westschweiz widmen wird. Bestätigt wurden die bewährten Mitglieder: Iris Graf, Hans Gemperle, Pascal Gottier, Willi Gruber.

Daniel Huber, der seit 2009 an der Spitze der Organisation steht, wurde als erfahrener Präsident, der auch den Platz Rania mit bestimmter Hand leitet, einstimmig auf vier Jahre wiedergewählt.

Willi Wottreng, seit Herbst 2014 dabei, wurde als Geschäftsführer ebenfalls für vier Jahre gewählt. Er erhielt vom Präsidenten eine Urkunde als Dank; er engagierte sich vor allem auch im Kampf für die Anerkennung der Jenischen und Sinti in der Schweiz.

Als neue Beirätin wurde vorgestellt die Pfarrerin Esther Gisler Fischer aus Zürich Seebach, einigen bekannt vom ökumenischen Gottesdienst an der Feckerchilbi in Bern. Mit Blumen verabschiedet wurde unsere Sekretärin Denise Merz, die uns aus persönlichen Gründen Ende April verlässt. 

Im weiteren verabschiedete die Generalversammlung wichtige Geschäfte:
- Die Jahresrechnung, die solide abschliesst sowohl für die Radgenossenschaft wie für die Rania, wurde gutgeheissen und die Verwaltung entlastet.
-  Auf dem Stand- und Durchgangsplatz Rania sollen im Durchgangsbereich höchstens 12 Wohnwagen von Fahrenden gestellt werden können, damit Platz bleibt für die Touristen.

- Einstimmig wurde beschlossen, drei Projekte zur Förderung des Spracherwerbs durch jenische Kinder zu unterstützen: nämlich Sprachnachmittage, ein illustriertes kleines Wörterbuch, ein Kinderbuch auf jenisch. Ohne Sprache gibt es kein Volk. Die Lehrmittel dürfen nur unter Jenischen unter Kontrolle der Radgenossenschaft zirkulieren.
- Einstimmig gutgeheissen wurde ein Protest gegen die Behörden des Kantons Bern, die unseren Verwaltungsrat Hans Gemperle seit Monaten ohne Grund aus der Arbeitsgruppe ausschliessen, die sich mit Lebensraum für Fahrende befasst; dies nachdem es innerhalb von Jenischen zu einer Auseinandersetzung gekommen war, an der Gemperle völlig unbeteiligt war. Der Protest wird dem zuständigen Regierungsrat Christoph Neuhaus offiziell übermittelt werden. Ohne konstruktive Haltung auf beiden Seiten gibt es keine Fortschritte im Kanton Bern.

Informiert wurde über die geplanten internationalen jenischen Kulturtage, die vom 5. bis 7. Mai 2017 im nahen Singen stattfinden werden und es wurde zur Teilnahme eingalden.

Die Generalversammlung umrahmten Silvio Abt und Adam Huser mit ihrem Handörgelispiel. Jasmine Gruber hat zwei wunderbare Kuchen gebacken, auf denen das Wappen der Radgenossenschaft prangte. Beim Mittagessen konnte auch mit den anwesenden Gästen diskutiert werden: etwa dem neuen Geschäftsführer der Stiftung Zukunft Schweizer Fahrende Simon Röthlisberger, dem Präsidenten der Sinti Schweiz Fino Winter und dem Vertreter von Romano Dialog, Kemal Sadulov.

 

Europäisches Kollektiv der diskriminierten Minderheiten gegründet

Die neue internationale Organisation „Collectif Européen des Minorités Discriminées“ (Kollektiv der diskriminierten europäischen Minderheiten) ist offiziell gegründet. Die Radgenossenschaft gehört zu den Gründern mit ihrem Präsidenten Daniel Huber als Vorstandsmitglied und dem Delegierten May Bittel, der das Collectif präsidiert. Wir freuen uns.

Die Gründungsmitglieder sind: 


May Bittel, Vorsitzender: Experte des Europarates für die Schweiz und Delegierter des Dachverbandes "Radgenossenschaft". 


Fernand Milo Delage, stellvertretender Vorsitzender: Experte des Europarates, Mitglied der nationalen Konsultativkommission 
der Fahrenden und Präsident der Vereinigung France Liberté Voyage.

Anthony Dubois, Stellvertretender Vorsitzender: Präsident der Vereinigung der Zirkus-Familien aus Frankreich. 


Louis Falco, Schatzmeister: Nationaler protestantischer Zigeuner-Kaplan, angegliedert der Organisation DISP von Paris.

Dominique Steinberger, Generalsekretär: Experte des Europarats und Präsident der Vereinigung ARPOMT-GDV Strassburg und von LATCHO Rom Strassburg. Gründer der europäischen Jugendbewegung der Rom und der Fahrenden.

Jonny Zimmermann Vorstandsmitglied: Präsident des Vereins "SOS Fahrende" in Drancy. 


Die Mitglieder sind: 


Olivier Le Mailloux, Vorstandsmitglied: Rechtsanwalt in Marseille, Spezialist für Fragen der Fahrenden. 


Baba Emile Scheiz, Vorstandsmitglied: Präsident der Vereinigung der Familien der Fahrenden der Ile de France 
(AFGDVIF).‹ 


Daniel Huber, Vorstandsmitglied: Präsident des Schweizer Dachverbandes "Radgenossenschaft".

 

collectif mitgliederliste franz

Mitteilung über die Gründung des Kollektivs (französisch PDF)

 

Unsere Wanderausstellung in Zürich 

Im Februar 2017 im Kulturhaus Helferei

Unsere Wanderausstellung "Deine unbekannten Nachbarn - Das Volk der Jenischen und die Sinti" kann in Zürich besichtigt werden – Unbedingt hingehen, wer sie noch nie gesehen hat. Es ist ein Vergnügen für Auge und Herz. Im „Kulturhaus Helferei“, Kirchgasse 13, Zürich (direkt oberhalb des Grossmünsters, Oeffnungszeiten 09.00-18.00) Sie bleibt dort sicher noch bis 22. Februar stehen und vielleicht ein paar Tage länger.

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Wir trauern um Daniel Vischer

Die Radgenossenschaft der Landstrasse hat mit Bestürzung vernommen, dass der ehemalige Nationalrat und Rechtsanwalt Daniel Vischer nach einer schweren Krankheit verstorben ist. Daniel Vischer war der Radgenossenschaft verbunden, er war ein guter Freund und Unterstützer und hat uns jahrelang in Rechtsfragen beraten und vertreten. Denn der Schutz der Schwächeren und die Rechte der Minderheiten lagen ihm sehr am Herzen.Wir trauern um einen Freund. Seinen Angehörigen sprechen wir unser tiefempfundenes Beileid aus. Radgenossenschaft der Landstrasse, 20. Januar 2017

Impressionen von der Fecker-Chilbi

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 Bundesrat Berset nach seiner Rede, bei einem Bier mit Vertretern der Radgenossenschaft (Foto Andreas von Gunten)

 

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Gute Stimmung trotz regnerisch-kühlem Wetter: Plaudereien am Feuer (Foto ww)

 

Rania - Ein definitiver Platz für Fahrende

Es freut uns sehr, dass die Radgenossenschaft den Campingplatz Rania in Zillis, Graubünden, in Pacht übernehmen konnte, dies ab 1. Juni 2016. Die Verträge sind unterzeichnet. Der Platz wäre verkauft worden, und die Jenischen und alle Mieter, die dort sind, hätten zusammenpacken müssen. Dank der Radgenossenschaft und ihrem Präsidenten Daniel Huber wurde er in letzter Minute gerettet. Die Radgenossenschaft wird die Rania weiterführen als definitiven Stand- und Durchgangsplatz für Fahrende. Und als Beispiel fürs gute Zusammenleben von allen. Alle Mieter bleiben in ihren Rechten. Es ist jeder willkommen, egal welcher Organisation er angehört, wenn er die Platzordnung einhält. Die Radgenossenschaft.

Preise:

Der Durchgangsplatz Rania kostet für Jenische und Sinti pro Nacht Fr. 16.-, inklusive Strom, Wasser, Dusche und WC. Gezahlt wird im voraus für die Dauer des Aufenthalts. Für Abfall und Kehricht gibt es Gebührensäcke. Die bisherige Platzordnung ist gemäss Vertrag übernommen worden und gilt ohne Diskussion für alle. Die Anmeldung erfolgt auf dem Platz. Ansprechpartner bei der Radgenossenschaft für alle Miterfragen ist ausschliesstlich der Präsident Daniel Huber.

 

Nein zum Durchgangsplatz für Fahrende in Gossau SG (5. Juni 2016)

Die Stimmberechtigten der Gemende Gossau SG haben am 5. Juni Nein gesagt zu einem Durchgangsplatz für Fahrende. Die Radgenossenschaft ist darüber enttäuscht, ist dies doch bereits das zweite Mal nach der Abstimmung in Thal, dass sich eine Gemeinde in St. Gallen gegen die Fahrenden ausspricht. Doch möchten wir uns bei allen, die sich für diesen Platz eingesetzt haben, bedanken.

Es ist immer schwierig, eine Minderheit zu akzeptieren. Vor allem eine, die man schlecht kennt. Aber wir leben in einer Schweiz der Vielfalt, der Minderheiten und der Kulturen. Wir erwarten, dass diese Einsicht auch in der Mehrheitsgesellschaft, die sich selber aus vielen Minderheiten zusammensetzt, ankommt. Ein Platz für Fahrende ist die beste Gelegenheit, um sich kennenzulernen und Vorurteile abzubauen, denn dies geschieht am schnellsten, wenn sich die Menschen von Angesicht zu Angesicht begegnen.

Wir erwarten, dass die Mehrheitsgesellschaft bereit ist, der offiziell anerkannten Minderheit der Schweizer Fahrenden zu ihrem dringend benötigten Lebensraum zu verhelfen. Nun ist der Kanton St. Gallen in der Pflicht.

Bilder von einem schönen Tag – Übergabe der Petition an den Bundesrat

Klicken Sie hier, um die Galerie im Modal-Fenster zu sehen 

 

 

Anerkennung – Der Bundesrat bewegt sich

Es bewegt sich etwas; die Petition von Radgenossenschaft und Verein Schäft qwant zeigt Wirkung. Erstmals hat ein Mitglied der Schweizer Landesregierung bestätigt, dass mit den Fahrenden auch die Jenischen und Sinti anerkannt sind. Bundesrat Didier Burkhalter erklärte in einer Rede am 1. Dezember 2015: "Als die Schweiz 1998 dieses Rahmenübereinkommen ratifizierte, anerkannte sie als nationale Minderheiten: die nationalen sprachlichen Minderheiten, die Jenischen, Sinti und ‚Fahrenden’ sowie die jüdische Gemeinschaft.“ Soweit Bundesrat Burkhalter. Noch sind die Begriffe etwas verwirrlich: Wer sollen die erwähnten „Fahrenden“ neben den Jenischen und Sinti sein? Noch ist der Sprachgebrauch nicht klar genug, weshalb die Petition von Radgenossenschaft und Schäft qwant nötig bleibt. Aber immerhin. 

(Quelle: Ansprache von Bundesrat Didier Burkhalter anlässlich der Eröffnung der Tagung zur Situation der jüdischen Minderheit in der Schweiz in Bern, 1. Dezember 2015, publiziert unter: https://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=59708), abgerufen am 24. Dezember 2015).

 

Kinder der Landstrasse im Schulunterricht

Die Gesellschaft für bedrohte Völker schweiz fordert am 3. Juni 2016, dass die Verfolgung der jenischen Kinder durch die Aktion der Pro Juventute im Schulunterricht und in den Schulbüchern behandelt werden muss. Die Radgenossenschaft verlangt seit langem, dass das Thema der Jenischen, Sinti und Roma in die Schulbücher gehört.

Stellungnahme der Gesellschaft für bedrohte Völker (PDF)

 

Theaterstück "Picaro"

Am 27. Juni hatte auf dem Gallus-Platz in St. Gallen ein Strassentheater Premiere. Bei strömendem Regen leider. Das Stück gibt Einblicke in das Leben von Fahrenden anhand einer romantischen Geschichte - die Aufführung ist charmant, berührend und zugleich mit politischen Spitzen versehen.

theater picaro vorbereitung klein theater picaro spiel klein

 

Kinder in aller Welt wollen Bildung

Einer unserer Mitglieder hat enge Kontakte zu einem Schul- und Waisenhaus im Armenviertel Kibera  in der Millionenstadt „Nairobi“. Weil eine Schweizer Delegation im Januar dahin reiste, hat die Radgenossenschaft 400 Franken gespendet, die direkt in die Hände Schulleiterinnen übergeben wurden. Wir haben dazu geschrieben „Wir wollen, dass alle Kinder der Welt die Möglichkeit auf Bildung haben, um selbstbewusste Individuen zu werden.“ Nun haben wir das untenstehende Schreiben erhalten, das zeigt, wie dankbar die Empfänger sind. (Mehr Informationen auf: http://stara.ch/index.php/ueberstara/)

Dankschreiben der Leiterin in Kibera

 

Von Graf zu Graff – Rückgabe des alten jenischen Namens

30 Jahre haben Clemens Graff und Rosa Luise Graff-Nobel dafür gekämpft. Wir freuen uns: Dank dem Einsatz der Radgenossenschaft und unseres Geschäftsführers Willi Wottreng haben Clemens und Rosa Luise – die von den Behördne unter dem Namen Graf geführt wurden – ihren alten jenischen Familiennamen wieder: Nun heissen sie hochoffiziell wieder Graff, wie die Familie vor den Kindswegnahmen durch die Pro Juventute geheissen hat. Das  ist ein Musterfall. Denn es ist wichtig für die Wiederbelebung der jenischen Kultur und Tradition, dass auch die gestohlenen Namen zurückgeholt werden. Graff ist ein alter jenischer Familienname; es gibt aber auch jenische Familien namens Graf. Doch war es natürlich nicht die Absicht der Behörden, nach der Kindswegnahme den Menschen einen neuen jenischen Namen zu geben, sondern sie wegzuholen aus ihrer Kultur.

 clemens graff

Igel flagge

Der widerständige Igel

 

Radgenossenschaft
der Landstrasse
Hermetschloostrasse 73
8048 Zürich

Telefon: 044 432 54 44
Telefax: 044 432 54 87

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