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Ausländische Fahrende | Dokumentations- und Begegnungszentrum | Expo.02 | Patente | Schule | Stand- und Durchgangsplätze | Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» | Zusammenfassung | Weitere Informationen Um das Jahresprogramm übersichtlicher zu gestalten, haben wir dieses alphabetisch nach den einzelnen Themen geordnet. Vertreter der Radgenossenschaft hatten im Jahr 2001 einen Termin bei Frau Bundesrätin Ruth Dreifuss. Die Bundesrätin war der Auffassung, dass die Stiftung «Zukunft Schweizer Fahrende» vornehmlich mit dieser Angelegenheit betraut werden soll. Die Radgenossenschaft, deren Vertreter mehrheitlich der fahrenden Bevölkerung angehören, wird die Arbeit der Stiftung aufmerksam beobachten und wo nötig entsprechende Massnahmen vorschlagen. Dokumentations- und Begegnungszentrum Nach erfolgreich abgeschlossenen Um- und Ausbauarbeiten sind wir mit den Sichtungs- und Archivierungsarbeiten beschäftigt. Die offizielle Eröffnung des Dokumentations- und Begegnungszentrums ist auf Herbst 2002 geplant. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie regelmässig in unserer Publikation «Scharotl». Die Radgenossenschaft, das fahrende Zigeunerkultur-Zentrum, die Evangelische Zigeunermission und die Roma Foundation haben sich zum Verein «Jenische, Sinti und Roma an der Expo.02» zusammengeschlossen. Ausführliche Informationen, beispielsweise über die Thementage, werden regelmässig im Scharotl publiziert. Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement hat der Radgenossenschaft den Entwurf zu einer Verordnung über das Reisendengewerbe zugestellt. In ihrer Stellungnahme hat die Radgenossenschaft nochmals mit Nachdruck darum gebeten, die Altersgrenze bei 15 Jahren festzulegen. Eine entsprechende Reaktion war zum Zeitpunkt der Verfassung des Jahresprogramms noch ausstehend. Die Schulproblematik hat Dank der liberalen Haltung vieler Kantone in den letzten Jahren stagniert oder gar abgenommen. Wir werden, wo nötig, weiterhin vermittelnd zwischen jenischen Eltern, Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften einstehen. Wir danken an dieser Stelle allen Schulbehörden, die sich der etwas anderen Lebensweise gegenüber aufgeschlossen und tolerant zeigen. Wir haben bereits bei vielen Kantonsvertreterinnen und Kantonsvertretern um Gespräche nachgesucht. Hauptziel der kommenden Saison wird die Suche nach Durchgangsplätzen sein. Wir sind der Auffassung, dass wir hier am besten vor Ort mit den entsprechenden Vertretern das persönliche Gespräch suchen, um so zu unkonventionellen Lösungen zu kommen. Auf diesem Weg erfahren wir in der Regel die bessere Solidarität. Bei den vorhandenen Plätzen liegt es nach wie vor in den Händen der Jenischen. Je vorbildlicher die Plätze benützt (und später hinterlassen) werden, umso grösser ist die Chance, dauernde Aufenthaltsmöglichkeiten erhalten zu können. Zusammen mit der Stiftung «Zukunft Schweizer Fahrende» werden wir die sanitären Anlagen der bestehenden Plätze wo nötig ergänzen und sanieren. Was auf jeder Baustelle Pflicht ist, sollte auf den Durchgangsplätzen die Regel sein. Normale Infrastrukturen helfen, die Plätze sauber zu erhalten. Damit wirken wir auch der Negativpropaganda der Presse entgegen.
Die Vertreter der Radgenossenschaft in der Stiftung «Zukunft Schweizer Fahrende» werden im Jahr 2002 alles daran setzen, dass gegen Ende des Jahres konkrete Resultate in Form von sanierten oder neugeschaffenen Stand- und Durchgangsplätzen vorliegen. Das von der Stiftung in Auftrag gegebene Gutachten «Raumplanung» zeigt Mittel und Wege auf, die es den in diesen Gremien einsitzenden Vertretern ermöglichen werden, konkrete Lösungsansätze aufzuzeigen. Die sesshaften Mitglieder der Stiftung «Zukunft Schweizer Fahrende» verfügen über entsprechende politische Kontakte, die die eine oder andere Operation beschleunigen können. Die Geschäftsleitung, der Verwaltungsrat, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Radgenossenschaft der Landstrasse und die Vertreterinnen und Vertreter der uns angeschlossenen Organisationen werden auch im Jahr 2002 die an sie gestellten Anforderungen nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen versuchen. Hauptanliegen wird, wie auch in den vergangenen Jahren, die Schaffung von Stand- und Durchgangsplätzen sein. Zusätzlich werden wir versuchen, etwas mehr Zeit und Raum den menschlichen Anliegen zu widmen, um die jenische Bevölkerung damit in jeder Hinsicht unterstützen und stärken zu können. Detailliertere Informationen finden Sie in unserer Dokumentation. Sie können diese gerne auf unserer Seite «Info/Shop» kostenlos bestellen. |