Jahresprogramm 2004

Administration | Ausländische Fahrende | Dokumentations- und Begegnungszentrum | Öffentlichkeitsarbeit | Patente | Rechts- und Sozialhilfe | Scharotl | Schule | Stand- und Durchgangsplätze | Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende» | Zusammenfassung | Weitere Informationen

Um das Jahresprogramm übersichtlicher zu gestalten, haben wir dieses alphabetisch nach den einzelnen Themen geordnet.

Administration

Wie in den vergangenen Jahren werden sich die Mitarbeiterinnen der Administration um einen einwandfreien Betrieb der Administration kümmern. Die Büros der Radgenossenschaft sind im Jahr 2004 (Ferien- und Feiertage ausgenommen) wie folgt geöffnet: Montag und Dienstag 08 30 – 12 00 h und 13 30 – 17 00 h, Mittwoch und Donnerstag 08 30 – 12 00 h, am Freitag bleiben die Büros geschlossen.

Ausländische Fahrende

Wir hoffen, dass die Arbeit des Europaparlamentes Lösungen zu dieser Thematik finden wird. Unsere Hauptaufgabe ist jedoch nach wie vor, Plätze für Schweizer Jenische zu schaffen, womit auch die Stiftung beauftragt ist. Wir hoffen in diesem Sinn auf eine weitere gute Zusammenarbeit mit den Organisationen und werden uns im Jahr 2004 intensiver um grenzüberschreitende Aktivitäten kümmern.

Zum Anfang. Dokumentations- und Begegnungszentrum

Im laufenden Jahr werden wir damit beschäftigt sein, den Dokumentationsteil in Zusammenarbeit mit Herrn Thomas Huonker aufzuarbeiten. Wir hoffen, dass unser Begegnungs- und Dokumentationszentrum rege besucht wird und werden Lesungen etc. organisieren. Das Dokumentationszentrum ist wie folgt geöffnet: Montag und Dienstag von 14 00 – 16 00 h, Donnerstag nur für angemeldete Schulklassen von 14 00 – 16 00 h.

Zum Anfang. Öffentlichkeitsarbeit

Je nach Bedürfnis werden wir dieses Jahr wieder eine Fekkerchilbi organisieren, dies ist jedoch nicht so einfach, da die Radgenossenschaft die Verantwortung übernehmen müsste. Sinnvoll wäre auch eine Durchführung alle zwei Jahre. Wir werden im Scharotl darüber informieren. Für Anfragen von Schulen, Studenten etc. steht unser Dokumentationszentrum offen.

Zum Anfang. Patente

Wir hoffen, dass die Vereinheitlichung des Patentwesens für alle eine gute Lösung ist. Bei Problemen stehen wir nach wie vor zur Verfügung.

Zum Anfang. Rechts- und Sozialhilfe

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Dokumentations- und Begegnungszentrums werden jeden Montag «offene Sprechstunden» für alle Interessierten anbieten. In geschützter Atmosphäre finden Rat- und Hilfesuchende kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Personen mit einem persönlichen Anliegen sind gebeten, im Büro der Radgenossenschaft vorbeizukommen, es ist Herrn Robert Huber nicht mehr möglich zu den Antragsstellern zu reisen. Das Bundesamt für Kultur hat uns bereits im letzten Jahr die klare Weisung erteilt, für die Beratung in persönlichen Angelegenheiten für Nichtmitglieder einen Stundenansatz von sFr. 50.– in Rechnung zu stellen, um all jenen gerecht zu werden, welche mit ihrem Jahresbeitrag von Fr. 100.– ihre Solidarität mit den Fahrenden in der Schweiz bekunden.

Zum Anfang. Scharotl

Die Zeitschrift Scharotl berichtet über Erfolge und Misserfolge bei der Bewältigung von Problemen der Jenischen, aber auch über Aktivitäten in der Öffentlichkeit. Der vielfältige Themenmix soll beibehalten werden, so dass sich die interessierten Kreise aus dem Scharotl herauspicken können, was sie gerade bewegt. Diese Mischung hat sich bewährt und stösst bei der Leserschaft auf grosse Akzeptanz.

Zum Anfang. Schule

Die Schulproblematik hat dank der liberalen Haltung vieler Kantone in den letzten Jahren stagniert oder gar abgenommen. Wir werden wo nötig weiterhin vermittelnd zwischen jenischen Eltern, Schülerinnen und Schülern und den Lehrkräften einstehen. Es gilt ab dem Jahr 2004 die gesamtschweizerische Regelung, dass Kinder mit vollendetem 15. Altersjahr vorzeitig aus der Schule entlassen werden und ein Gewerbepatent lösen können. Wir danken an dieser Stelle allen Schulbehörden, die sich der etwas anderen Lebensweise gegenüber aufgeschlossen und tolerant zeigen.

Zum Anfang. Stand- und Durchgangsplätze

Das Schwergewicht unserer Arbeit im Jahr 2004 wird bei der Schaffung von Stand- und Durchgangsplätzen liegen. Wir werden vermehrt an Kantone und Gemeinden gelangen, um wenigstens legale Provisorien zu schaffen und so einen konstruktiven Dialog zu fördern.

Zum Anfang. Stiftung «Zukunft für Schweizer Fahrende»

Die Radgenossenschaft und die Stiftung sollten vermehrt gemeinsam aktiv werden, damit die jeweiligen Stärken jeder Organisation optimal genutzt werden können. Es geht nur miteinander und nicht gegeneinander. Wir danken an dieser Stelle den sesshaften Stiftungsratsmitgliedern, dass sie sich für die Anliegen der Fahrenden engagieren.

Zum Anfang. Zusammenfassung

Die Geschäftsleitung, der Verwaltungsrat, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Radgenossenschaft der Landstrasse und die Vertreterinnen und Vertreter der uns angeschlossenen Organisationen werden auch im Jahr 2004 die an sie gestellten Anforderungen nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen versuchen. Hauptanliegen wird neben der Schaffung von Stand- und Durchgangsplätzen die Betreuung des Begegnungs- und Dokumentationszentrums sein. In diesem Zusammenhang hoffen wir auf möglichst viele Besucherinnen und Besucher.

Detailliertere Informationen finden Sie in unserer Dokumentation. Sie können diese gerne auf unserer Seite «Info/Shop» kostenlos bestellen.

Zürich, 18. Dezember 2003

Radgenossenschaft der Landstrasse

Daniel Huber, Vizepräsident