Zum 30-jährigen Jubiläum

Bei der Aufarbeitung der Dokumente, welche sich in den letzten dreissig Jahren des Bestehens der Radgenossenschaft angesammelt haben, sind wir auf einige einfallsreiche Antworten von Kantonen und Gemeinden gestossen, weshalb kein Stand- oder Durchgangsplatz realisiert werden könne. Einige davon möchten wir unseren Leserinnen und Lesern nicht vorenthalten.

Diese Praxis des Weiterschiebens und Ignorierens sei klar nicht zur Nachahmung empfohlen, sollte vielmehr zum Nachdenken und auch etwas zum schmunzeln anregen.

«Wir begreifen dies, stellen aber unsererseits ebenso klar fest, dass, sofern wir kein eigenes Land anbieten können, wir einfach nicht in der Lage sind, irgendwelches irgendwoher heranzuzaubern!»

«Was die in Ihrem Schreiben gewünschte Unterredung angeht, halten wir eine solche zur Zeit, wo im übrigen keine konkreten Traktanden oder offene Fragen vorliegen, als nicht für notwendig.»

«Grundsätzlich scheint uns aber nicht zweckmässig, fast im Dorf Mobilheime permanent aufzustellen.»

«Wir möchten es aber nicht unterlassen, Sie darauf aufmerksam zu machen, dass unsere Gegend nicht nur aus dem Dorf Buchs besteht. In unmittelbarer Nähe befindet sich zum Beispiel auch das Fürstentum Liechtenstein.»

«Wie der Regierungsrat in der Beantwortung von parlamentarischen Vorstössen verschiedentlich festgestellt hat, erachtet er es als unzweckmässig, wenn für die Fahrenden Sonderrecht geschaffen wird. Ein solches könnte Anlass sein, die Fahrenden als Aussenseiter der Gesellschaft zu behandeln.»

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Darauf die Antwort von Robert Huber, Radgenossenschaft:

«Sie schreiben, dass der Regierungsrat festgestellt hat, dass es nicht sinnvoll ist, den Fahrenden Sonderrechte einzuräumen, da somit die Gefahr bestünde, die Fahrenden als Aussenseiter der Gesellschaft darzustellen. Eine Tatsache jedoch ist, dass die Fahrenden erst gar nicht Aussenseiter der Gesellschaft werden müssen, sondern es bereits seit Jahrzehnten sind. Unter anderem auch aufgrund des mangelnden Lebens/Wohnraumes.»

«In unserer langen Bandstadt, gelegen zwischen zwei Hügelzügen, ist die Talsohle weitgehend überbaut.»

«Der Stadtrat ist seit jeher der Auffassung gewesen, dass die exponierten Seeuferanlagen, die mit teurem Geld erstellt worden sind und unterhalten werden müssen und der hiesigen Bevölkerung als Naherholungsgebiet dienen, für den längeren Aufenthalt von Jenischen nicht geeignet sind.»

Diese und noch viel, viel mehr Dokumente können Sie nach Themen geordnet in unserem Begegnungs- und Dokumentationszentrum einsehen (Öffnungszeiten und Kontakt).

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